Bevor nun die NPCs hier aggressiv werden, wollte ich unbedingt noch eine Expedition in die Grotte des Todes machen.

Hierzu waren natürlich noch einige Vorbereitungen notwendig, denn die Grotte trägt ja nicht ohne Grund diesen Namen… Schnell alles Gold zur Bank gebracht, ich überlegte noch kurz, ob ich auch alle Items einlagern sollte, entschied mich aber doch dagegegen, und ab ging’s mit meiner feinen Portalmaschine auf eine Reise ins Ungewisse.

Auf den ersten Blick schien die Grotte nichts anderes zu sein, als eine wahrscheinlich sehr alte Höhle. Etwas abschreckend waren die mit weißen Spinnennetzen bedeckten Knochen und Schädel, die überall herumlagen. Ich muss sagen… ein wenig irritiert hat mich das schon ;-)

Das erste Feld ist aber komplett sicher, da konnte mir also nichts passieren. Wer sich die Spannung – und hier ist es wirklich mal spannend, weil man nicht weiß, ob man lebend wieder herauskommt -  nicht nehmen möchte, sollte hier jetzt besser nicht weiterlesen!

Ich fragte mich, ob es das Risiko zu sterben wirklich wert ist, um eine neue Höhle zu entdecken. Aber was sollte schon groß passieren: Ich hatte kein Gold dabei, nur ein paar wertvolle Items, die aber zu ersetzen sind, und gegen einen drohenden Erfahrungsverlust, war ich auch gerüstet. Und an Flüche glaube ich sowieso nicht… Also setzte ich den ersten Schritt, über ein paar Knochen hinweg, in einen etwas dunkleren Teil der Höhle. Genau in dem Moment kaufte jemand meine Ölfässer aus der Markthalle und ich hatte über 15000 Goldmünzen dabei.

Aber deshalb die ganze Expedition abbrechen? Nein! Weiter ging’s also immer Tiefe in die Höhle hinein. Von weitem sah ich eines dieser Geisterundarons, die mit einer enormen Angriffsstärke ausgestattet sind. Sicherheitshalber wollte ich mit einer Armbrust auf dieses Undaron schießen, doch nichts passierte. Was war das? Es ließen sich keinerlei Items oder Zauber anwenden. Auf was hatte ich mich da nur eingelassen? Schnell wollte ich mich mit einem Clan-Notruf in Sicherheit bringen lassen, doch auch das funktionierte nicht.

Es gab also wohl keine Rettung mehr für den armen Szocko, also für mich. Tja, da die Rettung ausblieb, konnte ich also auch gleich weiter in die Tiefen der Grotte des Todes hinabsteigen. Jetzt war das auch egal. Immerhin hatte ich ja noch meinen Schutzzauber, so dass mich niemand angreifen konnte. Ein kleines bisschen Sicherheit war mir also noch geblieben!

Doch der Fluch sollte mich erneut erwischen. Kaum lief ich einen Schritt weiter, löste sich mein geliebter Schutzzauber auf. Jetzt war Panik angesagt…

Und da man in Panik eindeutig nicht mehr klar denken kann, lief ich natürlich nicht in Richtung Ausgang (Ja, man kann einfach am Startpunkt aus dem Dungeon rausgehen. Das hatte ich aber nicht gesehen und so wusste ich nichts von einem Ausgang.), sondern rannte immer tiefer in die Höhle hinein. Mehrere Schlangen krochen mir noch über den Weg und auch ein Igel krabbelte an mir vorbei. Doch das registrierte ich gar nicht mehr so richtig.

Da war es dann auch egal, dass der Fluch mir plötzlich die Hälfte der Lebenspunkte abzog, weil ich noch mit der “schnellen Bewegung” unterwegs war. Ich hatte sowieso kaum noch Lebenspunkte über und heilen konnte ich mich auch nicht.

Ein paar wunderschöne, blau leuchtende, Glühwürmer flogen mir noch über den Weg und dann war ich wohl am Ende der Höhle angekommen. Aber kein Ausgang weit und breit zusehen. Irgendwie hatte mich das ganze Gerenne, die Panik und der Fluch fix und fertig gemacht und ich bin mir nicht sicher, was genau passierte, aber ich verlor auf jeden Fall die Besinnung.

Keine Ahnung wie lange ich dort lag…

Irgendwann wachte ich wieder auf. Wo war ich? Was machte ich hier? Und warum hatte ich so großen Durst und Hunger ohne Ende?

Gut, dass ich mir trotz Panik eine kleine Karte gezeichnet hatte. Dieser Papierfetzen mit ein paar krakeligen Linien erinnerte mich an meine Expedition in die Grotte. Ich war also doch noch am Leben. Die Karte war leider kaum zu gebrauchen, aber ich konnte immerhin grob erkennen, in welche Richtung in laufen musste, um zu meinem Startpunkt zurückzukehren. Ich rannte so schnell wie möglich in diese Richtung. Irgendwie hatte ich wohl eine Menge Glück und stand nach kurzer Zeit tatsächlich an dem Ort, wo ich die Höhle betreten hatte.

Ein kleines Licht leuchtete mir entgegen und, ihr werdet es kaum glauben, das war der Ausgang aus der Grotte des Todes. Es war mir tatsächlich gelungen, dem Fluch lebend zu entkommen. Puhhhhh.

Ob ich so eine Expedition nochmal machen möchte – ich weiß es nicht. Zumindest hab ich ein blaues Igelherz, welches magische Kräfte haben soll, erbeutet. Mal sehen, was ich damit anfangen kann.